Fachkräftemangel: Deutschland verhandelt über Migrationsabkommen zur Bewältigung von Personalmangel und irregulärer Zuwanderung

Die Bundesregierung setzt sich mit höchstem Engagement dafür ein, in naher Zukunft Migrationsabkommen mit mindestens sechs Ländern abzuschließen. Das Ziel besteht darin, einerseits den Verfall öffentlicher Dienstleistungen aufgrund des Personalmangels zu verhindern, und andererseits die irreguläre Zuwanderung einzuschränken.

Die Verhandlungen umfassen Georgien, Moldawien, Usbekistan, Kirgistan sowie Vorbereitungen für Gespräche in Kenia und Marokko.

Laut Informationen von N-TV genießen jene Länder, die möglicherweise der Europäischen Union beitreten möchten, wie Moldawien und Georgien, in diesen Abkommen Priorität, aufgrund der signifikant hohen Ablehnungsrate von Asylanträgen von Bürgern dieser Länder.

Diese Abkommen sollen laut den Verantwortlichen den Druck auf deutsche Gemeinden und Gerichte verringern.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer plädiert dafür, jährlich 1,5 Millionen Menschen zu rekrutieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, während der Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, eine verstärkte Zuwanderung zur Bewältigung des Fachkräftemangels fordert.

In diesem Zusammenhang schlagen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst Alarm aufgrund der Verschärfung des Mitarbeitermangels, wie von der Website „Amal, Berlin!“ berichtet wird.

Daniel Merbitz, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), warnt: „Wenn die Politik nicht gegensteuert, droht ein Personalkollaps”. Der Mangel betrifft nicht nur Lehrer und medizinisches Personal, sondern hat auch die Polizei erreicht.

Michael Mertens, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), gab bekannt, dass es in allen Bereichen der Polizei einen Mangel an Beamten gibt, was zu einem massiven Bearbeitungsstau führt, wie die Tagesschau berichtet.

Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Ulrich Silberbach, drängt hingegen auf Fortschritte im Bereich der Digitalisierung und Entbürokratisierung, um Verzögerungen und Leistungsschwächen des Staates zu verhindern.

Laut der Website gibt es über 360.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst, während bis zum Jahr 2030 1,3 Millionen Menschen in den Ruhestand gehen sollen.

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