Warnsignal in Deutschland: Rassistische Verbrechen um 50 Prozent gestiegen

Die vom Bildungsministerium veröffentlichten Zahlen zeigen eine Zunahme rechtsextremistischer Vorfälle an Schulen in Brandenburg um 133 % im Vergleich zum Vorjahr.

Laut dem Ministerium wurden im letzten Jahr nur 30 Fälle registriert, während es in diesem Jahr bereits 70 Fälle waren. Auch rassistische Vorfälle nahmen um 50 % zu, wie die Website „Amal, Berlin!“ berichtet.

Der Bericht des Ministeriums betont, dass die meisten nationalsozialistischen Symbole und Parolen an Grund- und weiterführenden Schulen zu finden waren. Sogar an Grundschulen hat sich die Zahl von 8 auf ungefähr 15 Fälle nahezu verdoppelt.

Bildungsminister Steffen Freiberg hat die Lehrer in einer Presseerklärung am 8. September aufgerufen, rechtsextreme Vorfälle sofort zu melden.

Dies kommt nach einem Brief zweier Lehrer, die die nationalsozialistischen Schmierereien und den Hitlergruß in ihrer Schule nach jahrelangem Fehlverhalten der Schulleitung verurteilt haben. Die beiden Lehrer wurden nach Veröffentlichung des Briefes bedroht und haben die Schule verlassen.

Die vom Innenministerium im letzten Monat veröffentlichten Daten zeigten, dass sich die Zahl rechtsextremer Demonstrationen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht hat.

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