US-Einwanderungs- und Zollbehörde nimmt Familienmitglied der Trump-Sprecherin fest

Ein Medienbericht hat ergeben, dass Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde ein Familienmitglied von Carolyn Levitt, Sprecherin von Präsident Donald Trump, festgenommen haben. Die Frau, die seit Anfang Februar 2025 inhaftiert ist, heißt Ferreira, ist 28 Jahre alt und Mutter von Levitts Neffen. Sie wurde von River Massachusetts in ein Einwanderungsgefängnis in Louisiana verlegt. Levitt hat sich zu dem Vorfall nicht geäußert, obwohl ein Regierungsbeamter die familiäre Beziehung bestätigt hat.

Medienberichten zufolge hat Levitt seit Jahren keinen Kontakt mehr zu der Frau gehabt. Levitts 11-jähriger Neffe konnte seit ihrer Verhaftung nicht mehr mit seiner brasilianischen Mutter sprechen. Der Neffe, der bei seinem Vater lebt, wollte unbedingt mit seiner Mutter sprechen. Michael Levitt, der Vater des Kindes, hat eine Erklärung abgegeben, in der er sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht hat, dass sein Sohn nicht mit seiner Mutter kommunizieren konnte.

Nach Angaben des Innenministeriums war die Frau im Jahr 1999 mit einem Touristenvisum in die USA eingereist. Sie wurde wegen Körperverletzung festgenommen und in eine Haftanstalt gebracht, wo sie auf ihr Abschiebungsverfahren wartet.

Der Anwalt der Frau hat jedoch bestätigt, dass sie als Kind im Rahmen eines Programms zum Schutz von Kindern, die illegal in die Vereinigten Staaten eingereist sind, aufgenommen wurde und bei ihrer Familie gelebt hat, was bedeutet, dass sie vor einer Abschiebung geschützt ist. Außerdem hat der Anwalt betont, dass die Frau ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängern konnte und sich derzeit in einem laufenden legalen Verfahren zur Einbürgerung befindet. Er hat darauf hingewiesen, dass der vorübergehende Schutzstatus im Falle einer Straftat widerrufen werden kann und dass seine Mandantin nicht vorbestraft ist.

Die Schwester der inhaftierten Frau hat eine Spendenaktion gestartet, um die Anwaltskosten zu decken. Sie hat gesagt: „Jeder, der Bruna kennt, versteht ihren Charakter. Sie ist fleißig, freundlich und immer die Erste, die Menschen in Not hilft.“ Die Familie hat betont, dass Ferreira hart gearbeitet habe, um sich in den Vereinigten Staaten ein Leben aufzubauen.

Die Einwanderungs- und Zollbehörde steht seit einigen Monaten wegen der gewaltsamen und rechtswidrigen Methoden ihrer Beamten bei der Festnahme von Einwanderern in der Kritik. Diese Kritik hat sich weiter verschärft, nachdem Festnahmen auch an eigentlich geschützten Orten wie Schulen und Kirchen durchgeführt wurden.

Viele US-Bundesstaaten befinden sich in einem rechtlichen und politischen Konflikt mit der Trump-Regierung wegen ihrer Kampagne gegen Einwanderer. Besonders betroffen ist die Stadt Chicago, wo es zu weit verbreiteten Protesten gegen die Einwanderungspolitik gekommen ist. Nach Angaben der Kritiker tragen Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde keine Ausweise und nehmen Menschen auf offener Straße fest.

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